{"id":62,"date":"2019-11-02T16:57:57","date_gmt":"2019-11-02T16:57:57","guid":{"rendered":"http:\/\/juergensblog.de\/?p=62"},"modified":"2019-11-07T18:55:42","modified_gmt":"2019-11-07T18:55:42","slug":"meditationen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/juergensblog.de\/?p=62","title":{"rendered":"Meditationen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Einen interessanten Tag habe ich am Sonntag in einem Kurs \u00fcber\nverschiedene entspannende Meditationen verbracht. Wie ein weiser\nMensch schon sagte: &#8220;Lieber meditieren als faul rumsitzen&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ganz ernsthaft habe ich das Gef\u00fchl, mir einfach zu wenig\nZeit f\u00fcr diese so wichtige Form der Besch\u00e4ftigung zu nehmen. Und da\ndas in der Gruppe einfach leichter ist und es gerade prima zu meinem\nderzeitigen Heilfasten passt, habe ich die Gelegenheit f\u00fcr so einen\nTag am Schopf ergriffen.<br>Das Sitzen erwies sich bei den meisten\nTeilnehmern als ein Problem. Wer nicht auf einem Meditationskissen\nsitzen konnte, durfte auch einen Hocker oder einen Stuhl benutzen.\nZwar hatte ich mein Kissen mit, aber ich w\u00e4hlte dann doch lieber die\nf\u00fcr mich liebste Variante mit dem bequemen Stuhl. Anscheinend f\u00e4llt\nder Schneider- oder Lotussitz Frauen einfach leichter. Vermutlich\nwegen der etwas anderen Beckenanatomie. Auch Menschen mit\nKnieproblemen haben etwas Probleme mit solchen Sitzarten. Erst recht\nmit dem Sitz auf den Knien. Bei manchen Meditionsarten kann man auch\nmit dem R\u00fccken an der Wand oder sogar im Liegen meditieren. Nach\nmeiner Erfahrung neigen allerdings vor allem wir M\u00e4nner dazu, im\nLiegen einzuschlafen (und zu schnarchen).<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Meditation (Typ Vipassana) war einfach: mit\ngeschlossenen Augen ruhig sitzen. Jeder konnte zwanzig Minuten \u00fcben,\nden Atem zu sp\u00fcren oder zu z\u00e4hlen, an irgendwas oder nichts zu\ndenken. Das war schon einmal sehr entspannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes probierten wir eine Meditation mit ganz langsam\nbewegten H\u00e4nden (Typ Nadabrahma). W\u00e4hrend wir entspannt herum\nsa\u00dfen, bewegte jeder die H\u00e4nde vom Bauchnabel waagerecht nach vorne\nund kreisf\u00f6rmig nach rechts und links. Gaaanz langsam im\nZeitlupentempo. Ich sage euch; echt anstrengend f\u00fcr die Arme. Zwei\nKreise mit Handfl\u00e4chen nach unten und zwei nach oben. Und das in\nungef\u00e4hr 15 Minuten. Das scheint etwas f\u00fcr Jogis zu sein. Nach\njedem Kreis musste ich erst einmal die Schultern und Arme entspannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Abwechslung kam nun eine Meditation mit T\u00f6nen. Zu einer\nruhigen Musik konnte jeder versuchen, seinen Ton als Summen\nbeizusteuern. Es f\u00e4llt mir schon schwer, \u00fcberhaupt einen Ton stabil\nund lange zu halten. Es wurde doch ein ziemlich interessantes\nErlebnis. Mein Ton gelang mir mit der Zeit immer besser, wenn\nallerdings auch schon jeder Herzschlag den Ton anschubste.\nErstaunlich war dann, dass der Ton manchmal nicht wie erwartet nach\naussen ging, sondern einfach im Inneren klang.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kam noch eine Meditation f\u00fcr die Freunde der achtsamen und\nklaren bewussten Lebensweise, dem Zen. Gerade, regelgerecht und\nleicht angespannt sitzen. Gerne Augen ganz oder halb offen. Ich habe\nschon erlebt, die Zen-M\u00f6nche sitzen sogar vor einer Wand dabei &#8211; mit\ndem Gesicht zur Wand. Mit meiner entspannten Stuhlhaltung war es\nnicht ganz leicht, dem Anspruch zu gen\u00fcgen.<br>Zwischendurch zur\nEntspannung gab es eine Phantasiereise. Alle konnten sich hinlegen\nund einem vorgelesenen Text lauschen, der zum eigenen Kraftort f\u00fchren\nsoll. Einige Teilnehmer hatten allerdings bei dem Liegen einige\nProbleme. Menschen, die zum Hohlkreuz neigen, sollten sich ein Kissen\noder eine gerollte Decke unter die Knie legen.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas exotisch und bewegungsreich wurde es danach mit der\nsogenanten Kundalini-Meditation. Kundalini meint dabei eine\nSchlangenkraft, die in uns wohnt und geweckt werden soll. Eine eher\ndynamische Meditation aus 15 Minuten alle K\u00f6rperteile sch\u00fctteln, 15\nMinuten vor sich hin tanzen und 15 Minuten danach meditieren. Auf\nweitere vorgesehene 15 Minuten Stille wurde wegen des nur kurzen\nTages dann verzichtet. Mir fiel auf, dass die bequeme Kleidung, die\nman tr\u00e4gt, zumindest beim Sch\u00fctteln gut rutschfest sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Was passiert bei einer Medition? Manche k\u00f6nnen ihre\naufdringlichen Gedanken nicht ziehen lassen, sondern bleiben bei\nihnen. Andere schlafen einfach ein. Aber am sch\u00f6nsten ist es, wenn\nman es schafft, wirklich das geistige Fenster aufzumachen und zu\nschauen, was da so herein kommt.<br>Manchmal gelingt es mir (wenn ich\nes nicht zu sehr erwarte), und es kommen sogar beeindruckende Bilder\n(Visionen). Diesmal hatte ich bei der anstrengenden zweiten\nMeditation pl\u00f6tzlich ein Bild vor mir. Ich sah vor mir ausgestreckt\nmeine abgeworfene Haut und meine H\u00e4nde entfalteten die linke\nK\u00f6rperseite. Allerdings konnte ich trotz aller Bem\u00fchungen die\nrechte Seite nicht richtig wahrnehmen und sie machte einen etwas\nversteiften Eindruck. Das soll mir bestimmt etwas sagen und bei\nGelegenheit werde ich dar\u00fcber etwas nachdemken (m\u00fcssen).<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht noch einige allgemeine Gedanken \u00fcber Meditationen. Sie\nsind wohl einfach die Gelegenheit, in seine eigene Mitte zu sehen\noder zu kommen. Diese M\u00f6glichkeit wurde vermutlich schon zu allen\nZeiten benutzt. Sicher meist zu religi\u00f6sen oder spirituellen\nZwecken. Ob vierzig Tage in der W\u00fcste oder die rituelle Meditation\nder asiatischen oder indianischen V\u00f6lker oder die Gebete der\nGl\u00e4ubigen. Heute wird die Meditation auch als einfache Technik\nverwendet, zwischendurch abzuschalten, den Stress kurz abzulegen und\nder Erholung eine Chance zu geben. Viele gesundheitliche Gr\u00fcnde\nsprechen f\u00fcr eine regelm\u00e4ssige Meditation, so wie es sie nicht ohne\nGrund in allen Kulturen gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun nehme ich mir (wieder einmal) vor, die Meditation mehr in den\nAlltagsablauf einzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen interessanten Tag habe ich am Sonntag in einem Kurs \u00fcber verschiedene entspannende Meditationen verbracht. Wie ein weiser Mensch schon sagte: &#8220;Lieber meditieren als faul rumsitzen&#8221;. 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