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Gehirnschlag

Im Mai 26 hatte ich eine stressige Situation. Nach einem Seminarwochenende in Hamburg fand der wöchentliche Unterricht statt und anschließend noch eine Lehrerkonferenz. Um das Fass voll zu machen, bereitete ich den Unterricht für Mittwoch vor und kopierte die Prüfungsunterlagen. Allerdings fand meine Vorgesetzte diese Tätigkeit als nicht produktiv genug und brach einen Streit vom Zaun. In der Folge fühlte ich mich müde und zerschlagen und allgemein nicht sehr wohl.

So blieb es bis zum Mittwoch. Ich unterrichtete und am Abend fielen meiner Freundin eine Ausspracheschwäche auf. Sie vermutete eine Überzuckerung und ich besorgte mehrere Blutzucker-Tests. Am Morgen brachten die Tests kein Ergebnis und wir suchten sicherheitshalber einen allgemeinen Arzt auf. Der warf einen prüfenden Blick auf mich und empfahl mir sofortigen Besuch der Klinik.

Also fuhren wir nach Hause und packten ein paar Sachen zusammen. Danach versuchten wir unser Glück in der Uni-Klinik. Aber nach umfangreichen Tests und Untersuchungen verbrachte ich die Zeit angeschlossen an Kabeln dort im Bett. Der letzte Gehirnschlag ereignete sich am Samstag. Mit rechtsseiten Lähmungen war ich ein klassischer Fall für einen ausgewachsenen Schlaganfall..

Einige Wochen verbrachte ich wie eine Topfpflanze und vegetierte vor mich hin. Leider kam auch ein altes noch nicht verarbeitetes Verschickungstrauma dazu und ich konnte praktisch nicht schlafen.

Aktueller Stand der Symptome

  • Die Sprache bleibt mühsam und atemlos.
  • Die rechte Körperseite ist gelähmt und nur eingeschränkt beweglich.
  • Die Hand kann weder schreiben noch zeichnen, hat jedoch eine feste Griffmöglichkeit.

Bisherige Rehabilitationsschritte und Beobachtungen

  • Erste Reha in Malente zeigte nur leichte Verbesserungen.
  • Zweite, fünfwöchentige ambulante Reha brachte kaum Veränderungen mit Ausnahme eines Sturzes mit Kreuzbeinbruch.
  • Während einer Atemgymnastik konnte die Ausatmungsdauer verdoppelt werden, wodurch zumindest die Unterrichtsfähigkeit in greifbare Nähe rückte.

Aktuelle Maßnahmen und tägliche Praxis

  • Täglich durchgeführte persönliche Übungen zur Atmung und zur Reduktion der Lähmung der rechten Seite.
  • Laufübungen in einem Tanzsaal zur Förderung der Koordination und Mobilität.
  • Wöchentliches Schwimmen im Schwimmbad als unterstützende Belastungs- und Bewegungsquelle.

Ziele und Ausblick

  • Weiterführung der Atemübungen mit dem Fokus auf Stabilisierung der Atmung und Entlastung der Sprecheinflüsse.
  • Steigerung der Beweglichkeit der rechten Extremitäten durch progressiv gesteigerte Übungen und sensorische Feedback-Lagerungen.
  • Kontinuierliche Überprüfung der Fortschritte durch regelmäßige Beobachtungen und ggf. Anpassung der Rehabilitationsstrategie.

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